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EnBW startet Bau einer neuen Gasturbinenanlage zur Netzstabilität

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Autor: Redaktion

EnBW startet Bau einer neuen Gasturbinenanlage zur Netzstabilität

Innerhalb von zwei Jahren soll das „besondere netztechnische Betriebsmittel nach §11 Abs. 3 EnWG“ – so die offizielle Bezeichnung der neuen Anlage – einsatzbereit sein. Seine Aufgabe wird nicht die Stromerzeugung für den Bedarf von Verbrauchern sein. Das mit leichtem Heizöl betriebene Gasturbinenkraftwerk soll vielmehr die Netzstabilität im Auftrag des Übertragungsnetzbetreibers TransnetBW absichern, um die Versorgungssicherheit auch in Ausnahmesituationen aufrechterhalten zu können.
Die neue Anlage wird ausschließlich auf Anforderung der TransnetBW GmbH zur Wiederherstellung der Sicherheit und Zuverlässigkeit im Übertragungsnetz eingesetzt. Nach einem wettbewerblichen Ausschreibungsverfahren hatte der Übertragungsnetzbetreiber im vergangenen Jahr der EnBW den Auftrag für das Kraftwerk erteilt.
Die Errichtung der neuen Anlage geht auf einen Beschluss der Bundesnetzagentur von 2018 zurück. Ergänzend zum jetzigen Kraftwerksbestand sollen neue hochflexible Erzeugungsanlagen zur Sicherung der Netzstabilität in Süddeutschland errichtet werden. Diese dienen der kurzfristigen Entlastung der Stromnetze, wenn nach vorherigem Ausfall anderer Anlagen die Netzstabilität gefährdet wäre. Vergleichbar etwa mit einem Notstromaggregat, das zur Überbrückung von Stromausfällen zum Einsatz kommt – nur dass das Gasturbinenkraftwerk natürlich wesentlich größer ist und bereits vor einem drohenden Versorgungsausfall zum Einsatz käme.
Da für den Zweck der Anlage eine hohe und zuverlässige Verfügbarkeit entscheidend ist, fiel die Entscheidung bewusst auf die Verwendung von leichtem Heizöl als Brennstoff. In Marbach kann der maximale Brennstoffbedarf für ein ganzes Jahr in bereits vorhandenen Öltanks direkt am Standort gelagert werden. Damit ist man unabhängig von kurzfristigen Lieferengpässen, wie sie bei anderen Brennstoffen eintreten könnten. Außerdem hängt die Systemsicherheit in Süddeutschland damit nicht von einem einzigen Primärenergieträger – wie beispielsweise Erdgas – ab.

(Quelle: EnBW)