Suche...
Generic filters
Exact matches only

Baustart für Blockheizkraftwerk der KMW AG

Kategorie:
Themen: | |
Autor: Redaktion

Baustart für Blockheizkraftwerk der KMW AG

Die Oberbürgermeister von Wiesbaden und Mainz, Sven Gerich und Michael Ebling, bezeichneten den Bau des gut 100 Mio. € teuren Projekts als wichtiges Signal im Rahmen der Energiewende. Und auch die KMW-Vorstände Dr. Lars Eigenmann, Jörg Höhler und Stephan Krome sehen in dem geplanten Ausbau des Kraftwerkstandorts Ingelheimer Aue zu einer Wärmeplattform für die Region einen wichtigen Baustein für die Zukunft des kommunalen Energieerzeugers KMW AG. Das Blockheizkraftwerk wird zehn Motoren umfassen – jeder dieser Motoren kann bis zu 10 Megawatt (MW) elektrisch und knapp 9 Megawatt thermisch erzeugen. Macht zusammen 100 MW elektrisch und rund 90 MW thermische Leistung. Zum Vergleich: Das bestehende GuD-Kraftwerk hat eine Leistung von mehr als 400 MW. Vorteile des neuen Blockheizkraftwerks: Es nutzt mit über 85 Prozent die Energie des Brennstoffes Erdgas sehr effizient aus. KMW-Vorstand Jörg Höhler sieht einen weiteren Vorteil der neuen Anlage: „Die Motoren können zudem wesentlich schneller an- und abgefahren werden, das geht innerhalb von zwei Minuten.“
Das Blockheizkraftwerk benötigt bei gleicher Fernwärmeerzeugung weniger Brennstoffeinsatz und schont damit die Umwelt. „Die schalltechnische Auslegung des Blockheizkraftwerkes würde so erfolgen, dass die Anlage die schalltechnischen Anforderungen deutlich unterschreitet und in der Nachbarschaft nicht wahrnehmbar sein wird“, versichert KMW-Vorstand Stephan Krome.
Das neue Blockheizkraftwerk wird von dem finnischen Unternehmen Wärtsilä Energy Solutions errichtet. Zusätzlich zu einem neuen Blockheizkraftwerk hat die KMW AG den Neubau eines Wärmespeichers auf dem Kraftwerksgelände beschlossen. Dabei handelt es sich um eine Anlage, in der die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme genutzt wird, um Wasser in mehreren großen gedämmten Spezialbehältern zu erwärmen. Das heiße Wasser kann in derartigen Anlagen über Stunden und Tage gespeichert und später gezielt ins Fernwärmenetz abgegeben werden, wenn sie benötigt wird. Dadurch würde die Stromerzeugung im GuD-Kraftwerk oder im Blockheizkraftwerk zeitlich weiter vom Fernwärmebedarf entkoppelt.