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Aktionsplan zur Förderung von erneuerbarem Gas

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Autor: Redaktion

Aktionsplan zur Förderung von erneuerbarem Gas

Kommissar Cañete erklärte, dass Europa im Kampf gegen den Klimawandel eine Führungsrolle einnehmen müsse. Gas und Gasinfrastrukturen spielen hierbei aus seiner Sicht eine Schlüsselrolle. Zudem sei die Dekarbonisierung ein guter „Business Case“, so Cañete. Er betonte, dass Europa neben erneuerbarem Strom auch CO2-freies Gas benötige und man beides im Sinne einer Sektorenkopplung zusammendenken müsse.
„To-Do‘s“
Die Initiative stellt in ihrem Aktionsplan über ihre laufenden Maßnahmen hinaus eine Reihe von „To-Do‘s“ für Politik und Wirtschaft vor und leitet daraus energiepolitische Handlungsempfehlungen ab. So empfiehlt die Gruppe u. a. ein ehrgeiziges EU-Ziel für erneuerbares Gas im Endenergieverbrauch bis 2030. Förderregelungen sollten die Kosten für die Erzeugung von erneuerbarem Gas senken und den Wert honorieren, den die im Netz verfügbaren Erneuerbaren für das gesamte Energiesystem darstellen. Der Aktionsplan sieht darüber hinaus Maßnahmen zur Erleichterung des grenzüberschreitenden Handels mit erneuerbarem Gas vor.
Basis des Aktionsplans: Ecofys-Studie zu erneuerbarem Gas
Der Aktionsplan basiert auf einer im Februar letzten Jahres veröffentlichten Studie von Ecofys, einem zu Navigant Consulting gehörenden Beratungsunternehmen, wonach in Europa mehr als 120 Mrd. m³ Biomethan und grüner Wasserstoff produziert werden könnten. Die Studie zeigt auch, dass sich mit Nutzung dieser Gase und der vorhandenen Infrastruktur im Vergleich zu einem Energiesystem ohne deren Nutzung in einem emissionsfreien Energiesystem für die Gesellschaft fast € 140 Mrd. an jährlichen Kosteneinsparungen realisieren ließen.
Anschlussmaßnahmen
Der Maßnahmenplan soll im kommenden Jahr konkretisiert und aktualisiert werden, sobald weitere Untersuchungsergebnisse und Erkenntnisse zur künftigen Rolle von Gas in einem CO2-freien Energiesystem vorliegen. Die laufenden Untersuchungen der Initiative zu Wasserstoff, CO2-Abscheidung und -Speicherung sowie zum zukünftigen Energiebedarf im Industrie- und Verkehrssektor sollen ebenfalls Eingang in die Studie finden, die Anfang 2019 in einer Neuauflage erscheinen wird.
(Quelle: Open Grid Europe GmbH)