Mitte März konnte die Befüllung der beiden Kavernen durch die führenden Konsortialpartner STORAG ETZEL und Gasunie mit rund 90 t beziehungsweise 1 Mio. Normkubikmeter Wasserstoff beim Forschungsprojekt H2CAST Etzel erfolgreich abgeschlossen werden. Mit der Entladung des 200. Trailers stand die gesamte Wasserstoffmenge für das H2CAST-Pilotprojekt bereit.
„Damit ist nach erfolgter Umrüstung der Kavernen und fortlaufendem Monitoring der Dichtheit und Integrität ein weiteres wichtiges Etappenziel unter den am Standort Etzel gewohnt hohen Sicherheitsstandards erreicht worden“, so Carsten Reekers, Projektleiter H2CAST Etzel bei STORAG ETZEL.
Besonderes Augenmerk liegt nun auf der Fertigstellung der obertägigen Anlagen zur Gasreinigung, Verdichtung und der Gasqualitätsüberwachung, welche für Wasserstoff neu errichtet werden. Es sollen unterschiedliche Verfahren zur Gasreinigung und deren Effizienz getestet werden. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits intensiv.
„Gasunie ist zuversichtlich, dass wir diesen nächsten Schritt gemeinsam mit unseren Mitarbeitern und Partnern als Team meistern werden. Da wir uns auf das fundierte Fachwissen der H2CAST-Partner verlassen können, sind wir überzeugt, dass dieses Projekt den Weg zum Wasserstoff vorantreiben und festigen wird“, erklärt Eddy Kuperus, Business Development Manager Hydrogen Storage bei Gasunie.
Herausforderungen bei der Beschaffung von Wasserstoff
Die Einspeicherung ist Teil des Forschungs- und Entwicklungsprojektes „H2CAST Etzel“, mit dem die technische Umsetzung der Speicherung von Wasserstoff in Salzkavernen entwickelt wird. „Die Befüllung der Testkaverne mit H2 und der entsprechende Beschaffungsprozess für das Forschungsprojekt H2CAST Etzel verdeutlichte den frühen Entwicklungsstand des deutschen Markts. Zu Beginn der Befüllung im Jahr 2023 standen Hochdrucktrailer bzw. Abfüllstationen (> 200 bar) nur sehr begrenzt zur Verfügung. Dies führte zusammen mit der fehlenden lokalen Produktion – einzelne Lieferungen erfolgten über Distanzen von bis zu 1.000 km – zu einem hohen Anteil der Wasserstoffkosten.
„Inzwischen hat sich der Markt weiterentwickelt, sodass wir uns über Projektlaufzeit eine Belieferung durch einen nahegelegenen Wasserstoffproduzenten sichern konnten – was sowohl die Logistik- als auch die Produktionskosten erheblich senkte. Sobald Etzel an das genehmigte nationale Wasserstoff-‚Kernnetz‘ angeschlossen ist, wird der Standort zu einem wichtigen Knotenpunkt für die Wasserstoffspeicherung im zukünftigen Energiesystem werden“, sagte Projektleiter Reekers.







