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Thüringer Wärmeservice nutzt Fraunhofer-Technologie für neue iKWK-Anlagen

Die TWS Thüringer Wärme Service GmbH setzt bei der Betriebsführung ihrer neuen iKWK-Anlagen in Gera-Langenberg und Ohrdruf auf Optimierungstechnologie des Fraunhofer IOSB-AST.

von | 15.01.26

Der Gasmotor, der die KWK-Einheit der iKWK-Anlage Gera-Langenberg bildet, wird mit einem Kran vom LKW heruntergehoben und für die Einbringung in das Heizhaus vorbereitet. © TWS Thüringer Wärme Service GmbH

Damit werden BHKW-Leistungen gezielt bei hohen Strompreisen vermarktet, Wärmepumpen bei niedrigen Preisen eingesetzt und Flexibilitäten über Wärmespeicher genutzt – bei gleichzeitig sicherer Wärmeversorgung und Erfüllung der iKWK-Förderanforderungen.

Die vom Fraunhofer IOSB-AST entwickelte Methodik kombiniert eine robuste Langfristplanung mit einer präzisen Day-Ahead- und Intraday-Optimierung. Integrierte Jahresrestriktionen sichern die Einhaltung der Vorgaben des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) – mindestens 35 % erneuerbare Wärme, eine Jahresarbeitszahl (JAZ) der Wärmepumpe über 1,25, wobei eine JAZ über 2 erreicht werden soll, sowie am Standort Ohrdruf ein Primärenergiefaktor unter 0,2.

„Die Kombination aus Langfrist- und Kurzfristplanung auf Basis der Fraunhofer-Lösung EMS-EDM PROPHET erlaubt uns, integrale Jahresbedingungen – wie Referenzwärmeanteil, JAZ und Primärenergiefaktor – bereits in der Day-Ahead-Optimierung zuverlässig mitzusteuern. So wird aus hoher Modellkomplexität ein robustes Betriebswerkzeug für den Alltag“, sagt Steffi Naumann, Gruppenleiterin am Fraunhofer IOSB-AST.

„Mit der Fraunhofer-Lösung heben wir Spotmarktchancen aus unseren iKWK-Systemen, sichern die Wärmeversorgung und behalten die Förderkriterien im Blick. Das stärkt Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit unserer Netze – in Gera, Ohrdruf und perspektivisch darüber hinaus“, ergänzt Jakob Högner, Projektmanager bei der TWS Thüringer Wärme Service GmbH.

Die Optimierungsmodelle werden derzeit in die produktiven Systeme der TWS überführt und sollen 2026 im Regelbetrieb eingesetzt werden. Zusätzlich prüfen die Partner weitere Vermarktungspotenziale, unter anderem durch die Einbindung der PV-Carport-Anlage am Standort Gera-Langenberg.

 

 

(Quelle: Fraunhofer IOSB-AST /2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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