Die Studie, die von Seeger Engineering im Auftrag des Hauptstadtbüros Bioenergie und des Bundesverbands der deutschen Bioethanolwirtschaft erstellt wurde, analysiert die Kosten der CO2-Abscheidung in drei Bioenergieanwendungen – von gasförmiger, flüssiger und fester Biomasse. Die geringsten Kosten entstehen bei den Anlagen mit flüssiger Biomasse (Bioethanol) mit rund 60 €/t CO₂, da das CO₂ hier bereits in hoher Konzentration anfällt und nicht verflüssigt werden muss. Bei der gasförmigen Biomasse, also Biogas- und Biomethananlagen, liegen die Kosten bei etwa 117 €/t, bei der festen Biomasse, den Holzenergieanlagen, bei rund 119 €/t CO₂. Als zentrale Kostentreiber identifiziert die Studie vor allem den Energiebedarf, insbesondere für Strom, sowie die Anlagengröße, Auslastung und Wärmeintegration.
Das Potenzial der CO2-Abscheidung ist beträchtlich: Bereits bestehende Bioenergieanlagen könnten laut einer Vorgängerstudie 13,1 Mio. t CO₂ pro Jahr abscheiden, bei weiterem Ausbau sogar bis zu 30 Mio. t jährlich.
(Quelle: HBB/2026)







