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Nicole Wermuth bekommt Professur für Großmotorenforschung an der TU Graz

Als Professorin für „High-performance Large Engine Systems“ forscht Nicole Wermuth an nachhaltigen Kraftstoffen, Emissionsreduktion und höheren Wirkungsgraden für die grüne Transformation großer Motoren. Anfang Juni 2024 übernahm sie bereits die wissenschaftliche Leitung des Zentrums. Mit Nicole Wermuth wurde eine ausgewiesene Expertin für diese Position gewonnen, die am Institut für Thermodynamik und nachhaltige Antriebssysteme der TU Graz angesiedelt ist.

von | 03.07.24

Vorziehprofessur für Nicole Wermuth für Großmotorenforschung an der TU Graz / © Jorj Konstantinov - LEC/TU Graz

3. Juli 2024 ।  Als Professorin für „High-performance Large Engine Systems“ forscht Nicole Wermuth an nachhaltigen Kraftstoffen, Emissionsreduktion und höheren Wirkungsgraden für die grüne Transformation großer Motoren. Anfang Juni 2024 übernahm sie bereits die wissenschaftliche Leitung des Zentrums. Mit Nicole Wermuth wurde eine ausgewiesene Expertin für diese Position gewonnen, die am Institut für Thermodynamik und nachhaltige Antriebssysteme der TU Graz angesiedelt ist.

Nach ihrem Doktorat an der TU Braunschweig arbeitete Nicole Wermuth als Postdoc an der University of Michigan, danach in die Motorenentwicklung von General Motors in Warren, Michigan. Von 2011 bis 2018 entwickelte sie bei General Electrics in Garching bei München Großmotoren zur Stromerzeugung, bevor sie ans LEC nach Graz kam. Am LEC leitete sie ein EU-Projekt zu wasserstoff- und methanolbasierten Schiffsantrieben und zuletzt vier Jahre lang den Forschungsbereich „Combustion & Fuels“ – einem von fünf strategischen Schwerpunktfeldern der TU Graz im Field of Expertise „Sustainable Systems“.

Großmotoren sind für den globalen Transport- und Energiesektor unverzichtbar, sie treiben Containerschiffe, Lokomotiven, dezentrale Kraftwerke oder auch schwere Baumaschinen an. In vielen Bereichen sind batterie-elektrische Antriebe nicht möglich, weshalb die Weiterentwicklung von Großmotoren ein wesentliches Element ist, um die Klimaschutzziele zu erreichen: durch höhere Effizienz, aber vor allem durch den Einsatz neuer, klimaneutraler Kraftstoffe. Um die Forschung und die Ausbildung von Fachkräften in diesem Bereich zu stärken, haben die TU Graz, das COMET-K1-Forschungszentrum Large Engines Competence Center (LEC) und Unternehmen aus der Großmotorenbranche die neue Professur „High-performance Large Engine Systems“ geschaffen. Die Stelle wird zunächst für dreieinhalb Jahre als Vorziehprofessur von den Partnern LEC, INNIO Jenbacher, AVL List, Bosch, Miba Gleitlager Austria, KS Engineers und Geislinger finanziert, um einen fließenden Übergang der Professur von Andreas Wimmer an seine Nachfolgerin zu ermöglichen. Danach liegt die Finanzierung bei der TU Graz.

 

LEC, INNIO Jenbacher, AVL List, Bosch, Miba Gleitlager Austria, KS Engineers und Geislinger finanzieren die Professur für 3,5 Jahre © Jorj Konstantinov – LEC/TU Graz

TU Graz-Rektor Horst Bischof freut sich über die Kooperation und die dadurch ermöglichte Finanzierung, da sie die Grundlagenforschung in diesem Zukunftsfeld stärke. Weiter betont er, dass Klimaschutz und Großmotoren kein Widerspruch sind, im Gegenteil: in vielen Bereichen seien sie zum Erreichen der Klimaneutralität unverzichtbar.

Nicole Wermuth wird an der TU Graz die Forschung am System Großmotor weiter vorantreiben – von neuen Kraftstoffen über die Optimierung der Verbrennungsprozesse bis hin zur Anwendung neuer Materialien.

„Methanol, Ammoniak und Wasserstoff sind der Schlüssel, um Großmotoren klimaverträglich zu betreiben“, sagt Nicole Wermuth. „Hier gibt es aber noch viel Forschungsbedarf, denn die Prozesse bei der Verbrennung dieser neuen Kraftstoffe sind im Detail noch nicht vollständig verstanden.“

Neue Erkenntnisse sollen den Wirkungsgrad grüner Großmotoren verbessern und deren Emissionen auf ein Minimum reduzieren. Ein zentraler Aspekt der Professur wird zudem die enge Zusammenarbeit mit dem LEC und dessen wissenschaftliche Weiterentwicklung sein. Ein wichtiges Forschungsfeld wird auch die Materialbeständigkeit sein. Besonders Ammoniak sei hochkorrosiv und es gebe noch keine Langzeiterfahrungen zur Materialverträglichkeit, erläutert Andreas Wimmer, Professor am Institut für Thermodynamik und nachhaltige Antriebssysteme und zugleich langjähriger Geschäftsführer und Mitbegründer des LEC. Ihm ist u.a. die vorzeitige Finanzierung der Professur zu verdanken.

 

(Quelle: TU Graz)

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