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Neuer Katalysator löst das Teerproblem in der Biomassevergasung

C&CS catalysts and chemical specialties hat mit einem Nickel-basierter Reformierungskatalysator einen Durchbruch bei der Reinigung von Bio-Synthesegas erzielt, durch den eine effizientere Wasserstoffproduktion aus Biomasse erzielt werden kann.

von | 14.11.25

Tabletten des neuen Teer-Reformierungskatalysators C&CS #1250 A Foto: C&CS

Die Herstellung von Wasserstoff aus lokal verfügbarer Biomasse gilt als wichtiger Baustein für eine nachhaltige Energieversorgung. Ein neu entwickelter Nickel-basierter Reformierungskatalysator des Spezialisten für industrielle Katalyse, C&CS catalysts and chemical specialties GmbH, ermöglicht nun eine nahezu vollständige Entfernung teerhaltiger Verbindungen aus Bio-Synthesegas und liefert damit einen wichtigen Beitrag zur Lösung eines der größten Probleme der Biomassevergasung.

Der Katalysator C&CS #1250 wurde aus einem neuartigen fluidisierbaren Dampfreformierungskatalysator (C&CS #1050 fluidisierbarer Nickel-Reformierungskatalysator – candcs) zu einer Festbett-Variante in Tablettenform weiterentwickelt und optimiert. In mehreren Pilot-Tests – unter anderem beim ICB-CSIC (Spanien) in einer TRL-5-Pilotanlage des Spanish National Research Council (CSIC) für Abfälle aus der Landwirtschaft – erzielte das System exzellente Ergebnisse: Selbst unter anspruchsvollen Prozessbedingungen von 500 °C und Raumgeschwindigkeiten von 60 000 h⁻¹ gelang dort eine nahezu vollständige Umwandlung der leichten Teerverbindungen.

“Unsere Tests zeigen, dass eine hocheffiziente Heißgasreinigung nun auch im industriellen Maßstab möglich ist”, sagt Dr. Manfred Nacken, Experte für Reforming, Filtration & Separation bei C&CS. “Damit wird die Produktion von grünem Wasserstoff aus Biomasse deutlich wirtschaftlicher und energieeffizienter.”

Im EU-Projekt RISEnergy (Vertrags-Nr. 101131793) wurde die Variante C&CS #1250 A am Forschungszentrum ENEA Trisaia (Italien) in einem Biomasse-Festbettvergaser mit relativ hohen Teergehalten (Updraft Gasification) erfolgreich getestet. Auch hier erzielte der Katalysator vollständige Teerentfernungen, selbst bei vergleichsweise niedrigen Betriebstemperaturen.

Die aktuelle Entwicklungsarbeit bildet die Grundlage für den Einsatz der C&CS-Katalysatoren in industriellen Anlagen zur Produktion von Wasserstoff aus Rest- und Abfallbiomasse. Der nächste Schritt ist die Skalierung auf größere Reaktoren im industriellen Maßstab.

 

(Quelle: C&CS /2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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