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Hydrogenious LOHC: Offizielle Genehmigung für Storage Plant ‘Hector’ erteilt

Hydrogenious LOHC hat einen wichtigen Meilenstein für die Planung, den Bau und den Betrieb der weltweit größten Hydrieranlage zur sicheren und effizienten Speicherung von Wasserstoff im LOHC Benzyltoluol (LOHC-BT) erreicht

von | 29.04.25

Chempark Dormagen in Nordrhein-Westfalen, Deutschland © www.sport-fotografie.de

Das Projekt ‘Hector’ im Chempark Dormagen in Nordrhein-Westfalen hat nun die offizielle Bau- und Betriebsgenehmigung für die Speicheranlage gemäß § 4 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) erhalten.

Die Unterlagen für den Genehmigungsantrag wurden Ende Mai 2023 bei der zuständigen Behörde, der Bezirksregierung Köln, eingereicht und haben seitdem alle erforderlichen Prüfungsschritte erfolgreich durchlaufen, einschließlich der öffentlichen Auslegung und Anhörung. Die Bau- und Betriebsgenehmigung für diese einzigartige LOHC-Einspeicheranlage ist ein wichtiger Erfolg: Die innovative LOHC-Technologie von Hydrogenious gilt damit als ausgereift und behördlich geprüft, bereit für die Umsetzung und den Betrieb im industriellen Maßstab.

Projektmanagement und Zusammenarbeit

Die LOHC Industrial Solutions NRW GmbH, eine Tochtergesellschaft der Hydrogenious LOHC Technologies mit Sitz in Neuss, wird für das Projektmanagement, den Bau und den anschließenden Betrieb der so genannten ‘Storage Plant’ verantwortlich sein. Die Fertigstellung und der kommerzielle Betrieb sind für Ende 2027 geplant. Die Anlage wird eine Kapazität von rund 1.800 t Wasserstoff pro Jahr haben, der sicher in Benzyltoluol gespeichert wird.

Die ‘Storage Plant’ wird am Covestro-Standort im Chempark Dormagen errichtet. Die Covestro Deutschland AG ist seit 2019 Gesellschafterin der Hydrogenious LOHC Technologies GmbH und beabsichtigt die Anlage mit Wasserstoff zu versorgen, der als RFNBO (Renewable Fuels of Non-Biological Origin / erneuerbare Kraftstoffe nicht-biologischen Ursprungs) qualifiziert und in ihren Chlorelektrolyseanlagen produziert wird.

Das Projekt ‘Hector’ zielt auch darauf ab, wissenschaftliche Erkenntnisse zur Weiterentwicklung der LOHC-Technologie zu gewinnen. Das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien (HI ERN), ein Institutsbereich des Forschungszentrums Jülich, unterstützt das Projekt und konzentriert sich dabei auf die Optimierung der Katalysatorleistung, die Sicherung der Qualität des Wasserstoffs und des LOHC sowie die Entwicklung robuster Qualitätssicherungsprozesse für industrielle Anwendungen. Das Projekt ‘Hector’ wird vom Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Programms ‘progress.nrw’ mit neun Millionen Euro gefördert, wovon rund zwei Millionen Euro für die wissenschaftliche Arbeit des HI ERN bestimmt sind.

Saubere Wasserstoffversorgung für Südbayern

Nach der Inbetriebnahme wird die Storage Plant ‘Hector’ logistisch mit dem IPCEI ‘Green Hydrogen @ Blue Danube’ von Hydrogenious verbunden, um über eine Dehydrieranlage (Release Plant) in der Region Ingolstadt industrielle Abnehmer in Südbayern mit Wasserstoff zu versorgen. Das Dachprojekt mit dem Namen ‘LOHC Link’ wird eine umfassende und resiliente grüne Wasserstofflieferkette auf Basis von LOHC-BT schaffen. Diese wird als Blaupause für die Versorgung mit sauberem Wasserstoff in Gebieten dienen, die nicht unmittelbar über Hafen- oder Pipeline-Infrastrukturen erreichbar sind.

 

 

(Quelle: Hydrogenious/2025)

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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