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H2APEX-Tochter AKROS bringt salzbasierte Speicherung in den industriellen Maßstab

Am 5. Mai 2026 hat die AKROS Energy GmbH, eine hundertprozentige Tochter von H2APEX, ihre Anlage zur salzbasierten Wasserstoffspeicherung offiziell in Betrieb genommen.

von | 20.05.26

Die Technologie nutzt Kaliumhydrogencarbonat – industrieübliches Backpulver – als Trägermedium und beweist im industriellen Maßstab, was bislang nur im Labor gelang.

Eine Antwort auf das hartnäckigste Problem der Wasserstoffwirtschaft

Wasserstoff entsteht dort in großen Mengen, wo es viel Sonne, Wind oder Wasser gibt. Verbraucht wird er in Stahlwerken, Chemieparks und Industrieregionen, oft Tausende Kilometer entfernt. Hochdruckspeicher, Flüssigwasserstoff und Pipelines stoßen dabei an wirtschaftliche, sicherheitstechnische und infrastrukturelle Grenzen – und bremsen damit den globalen Wasserstoffhochlauf: Länder wie Australien, Chile, Namibia oder Marokko könnten grünen Wasserstoff in großem Maßstab produzieren, doch ohne wirtschaftliche Transportlösung bleibt er vor Ort. AKROS dreht das Problem um: Statt Wasserstoff selbst zu transportieren, wird er chemisch in Salz gebunden.

Herzstück der Anlage ist ein containerbasiertes Reaktionsmodul, in dem der von AKROS entwickelte Katalysator eine wässrige Lösung aus Kaliumhydrogencarbonat (KHCO₃) zusammen mit Wasserstoff in Kaliumformiat (KCOOH) umwandelt. Das beladene Salz ist stabil, ungiftig, nicht brennbar, umweltverträglich und unbegrenzt lagerfähig. Am Bestimmungsort wird die Reaktion umgekehrt – und der Wasserstoff bedarfsgerecht freigesetzt.

Industrie und Forschung Hand in Hand

Realisiert wurde die Anlage gemeinsam mit Evonik und Siemens, die AKROS bereits seit Jahren beim Scale-up begleiten. Wissenschaftlich getragen wird die Technologie vom LIKAT Rostock (Leibniz-Institut für Katalyse) – ein langjähriger Forschungspartner von H2APEX, mit dem mehrere gemeinsame Patente entstanden sind. Eingebettet ist das Vorhaben in das öffentlich kofinanzierte Forschungs- und Entwicklungsprojekt FormaPort, gefördert vom Land Mecklenburg-Vorpommern und kofinanziert von der Europäischen Union, mit AKROS Energy als Konsortialführer und den Partnern LIKAT, TAB und Hochschule Wismar.

Zur offiziellen Eröffnung am Standort Laage kam auch Patrick Dahlemann, Chef der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern – ein politisches Signal für die wachsende Bedeutung des Bundeslandes als Standort der deutschen Wasserstoffwirtschaft.

Vom Pilot in den Markt

Der Schritt von der Pilotierung in den Markt steht jetzt an. Auf dem World Hydrogen Summit 2026 in Rotterdam (19. bis 21. Mai, Stand 6E60) stellt AKROS Energy die Technologie internationalen Industriekunden, Investoren und Energieversorgern vor. Das Interesse ist groß: Die Importkorridore, die Deutschland und Europa gerade aufbauen – von Nordafrika über den Atlantik bis in den Indo-Pazifik – brauchen genau solche Lösungen. Während die Wasserstoffwirtschaft global an Tempo gewinnt, bleibt der wirtschaftliche Transport des Energieträgers eine der letzten großen Hürden. AKROS liefert eine Antwort, die nicht nur im Labor, sondern im industriellen Container funktioniert.

 

 

(Quelle: H2Apex/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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