Generic filters
FS Logoi

Fraunhofer UMSICHT, Fraunhofer IAP und SGC Energy vereinbaren Zusammenarbeit bei CO₂-Elektrolyse, Wasserstoff und Batterien

as Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP und das südkoreanische Energieunternehmen SGC Energy bündeln ihre Kompetenzen, um Verfahren zur CO2-Nutzung und Wasserstofferzeugung sowie Batterie- und Brennstoffzellentechnologien weiterzuentwickeln.

von | 20.08.26

Die Teams von Fraunhofer UMSICHT, Fraunhofer IAP und SGC Energy bei der Unterzeichnung des Memorandum of Understanding. © Fraunhofer UMSICHT

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen die Entwicklung und Skalierung elektrochemischer Technologien für die industrielle Anwendung. Als einer der führenden Akteure im südkoreanischen Energiesektor und im Bereich Carbon Capture übernimmt SGC Energy eine zentrale Rolle als Industriepartner und künftiger Anwender der entwickelten Technologien. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, bestehende CO2-Abscheidungsanlagen und industrielle Infrastrukturen für den Aufbau einer Elektrolyse-Plattform zur Herstellung nachhaltiger Kraftstoffe und chemischer Grundstoffe zu nutzen. Mit seiner Carbon-Capture-Infrastruktur, umfangreichen Erfahrungen in der Energieversorgung sowie ausgeprägten Engineering-Kompetenzen schafft SGC Energy wichtige Voraussetzungen, um neue Technologien frühzeitig hinsichtlich ihrer technischen Umsetzbarkeit und ihres wirtschaftlichen Potenzials zu bewerten und für den industriellen Einsatz weiterzuentwickeln.

Fraunhofer UMSICHT bringt seine langjährige Erfahrung in der Entwicklung von CO2-Elektrolyseuren, Stackkonzepten und der Integration elektrochemischer Prozesse in industrielle Anlagen ein. Das Fraunhofer IAP steuert seine Expertise in der Entwicklung leistungsfähiger polymerer Energiematerialien und deren Skalierung in den industrienahen Maßstab bei. Gemeinsam wollen die Partner den Technologietransfer in industrielle Wertschöpfungsketten beschleunigen.

CO2 als Rohstoff für die Industrie

Ein Schwerpunkt der Kooperation liegt auf der CO2-Elektrolyse. Dabei wird abgeschiedenes Kohlendioxid mithilfe erneuerbarer elektrischer Energie in chemische Grundstoffe oder Vorprodukte für synthetische Kraftstoffe umgewandelt. Insbesondere für die Herstellung von Sustainable Aviation Fuels (SAF) gilt dieser Ansatz als vielversprechende Technologie.

Die Partner wollen die bestehende CO2-Abscheidungsinfrastruktur von SGC Energy nutzen, um elektrochemische Technologien für die Herstellung nachhaltiger Kraftstoffe und chemischer Grundstoffe weiterzuentwickeln und zu skalieren. Damit sollen wesentliche Voraussetzungen geschaffen werden, um die Umwandlung von abgeschiedenem CO2 in Produkte mit industrieller Relevanz vom Pilotmaßstab in die kommerzielle Anwendung zu überführen.

Materialentwicklung für leistungsfähige Elektrolyseure und Batterien

Für den wirtschaftlichen Einsatz elektrochemischer Systeme sind leistungsfähige Materialien entscheidend. In diesem Bereich bringt das Fraunhofer IAP seine Expertise in der Entwicklung polymerer Energiematerialien ein. Dazu zählen PFAS-freie Hochleistungsmembranen für Elektrolyseure sowie polymere Festelektrolyte und Binder für Batterien.

Die Membranen übernehmen zentrale Funktionen in elektrochemischen Prozessen und beeinflussen Effizienz, Selektivität und Lebensdauer der Systeme. Ziel ist es, Materialien gezielt für die Anforderungen künftiger CO2-Elektrolyse-, Wasserstoff- und Batteriesysteme weiterzuentwickeln.

Forschung und industrielle Umsetzung zusammenbringen

Die Kombination aus der Elektrolyseur-Expertise von Fraunhofer UMSICHT, dem Know-how des Fraunhofer IAP in der Material- und Membranentwicklung sowie den industriellen Voraussetzungen von SGC Energy schafft einen direkten Weg von der Forschung zur großtechnischen Anwendung. Die Partner sind überzeugt, dass die Umwandlung von abgeschiedenem CO2 in Kraftstoffe und chemische Produkte künftig einen wichtigen Beitrag zu einer klimaneutralen Industrie leisten kann.

Mit der Unterzeichnung des Memorandum of Understanding wird die Grundlage für gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette geschaffen – von der Materialentwicklung über elektrochemische Systeme bis zur industriellen Umsetzung. In den kommenden Monaten sollen konkrete Vorhaben in den Bereichen CO2-Nutzung, Wasserstofftechnologien sowie Batterie- und Brennstoffzellensysteme definiert werden.

 

 

(Quelle: Fraunhofer UMSICHT/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer das neuste in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Stapel Probeabo Gas

Sie möchten unser Magazin testen?

Bestellen Sie das kostenlose Probeheft!

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Gas + Energie kostenlos und unverbindlich zur Probe!