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Baustart für HH-WIN Energiezentrale: Hamburger Energienetze errichten H2-Connector

Schon im Herbst 2027 wird Hamburg mit der Inbetriebnahme des Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netzes HH-WIN in die Energiezukunft starten. Mit dem H2-Connector entsteht auf dem früheren Kraftwerksgelände Moorburg die zentrale Infrastruktur für den Betrieb des Netzes.

von | 21.08.26

Blick auf das Baufeld des HH-WIN H2-Connectors in Moorburg. Foto: Hamburger Energienetze

Hier laufen künftig die Energieströme zwischen Großelektrolyseur, bundesweitem Wasserstoff-Kernnetz und dem Verteilnetz HH-WIN zusammen. Die Hamburger Energienetze feierten jetzt in Anwesenheit von Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank den Baustart des H2-Connectors.

Das Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netz HH-WIN wird bereits ab Herbst 2027 mit 40 km Netzlänge wesentliche Industrieareale rund um den Hamburger Hafen mit Wasserstoff versorgen können. Bis 2031 soll es bereits auf 60 km Länge wachsen. Aktuell ist gut die Hälfte der ersten 40 Trassenkilometer fertiggestellt – allen weiteren Abschnitten sind in Bau oder in der Auftragsvergabe. HH-WIN wird als Wasserstoff-Verteilnetz die Industrie mit einem Betriebsdruck von bis zu 25 bar versorgen.

Weil im Fernleitungsnetz Hyperlink des Betreibers Gasunie, das Hamburg auf niedersächsischem Gebiet in der Gemeinde Rosengarten erreicht, ein Betriebsdruck von bis zu 70 Bar vorgesehen ist, errichten die Hamburger Energienetze eine Gasdruckregelanlage. Sie ist Teil des H2-Connectors. Angeschlossen an die zu HH-WIN gehörende Wasserstoff-Übernahmestation auf niedersächsischem Gebiet, kommt die Energie über eine mehr als 13 km lange 70-Bar-Hochdruckleitung in Moorburg an. Hier senkt die Anlage den Druck auf unter 25 bar ab. Doch die Leitung kann in beide Richtungen Wasserstoff transportieren. Eine ebenfalls als Teil des H2-Connectors geplante Verdichterstation wird bei Energieexporten aus dem Verteilnetz HH-WIN ins Fernleitungsnetz den Druck von unter 25 bar auf bis zu 70 bar erhöhen. Zusätzlich nimmt eine Wasserstoff-Einspeiseanlage den Elektrolysewasserstoff des HGHH Projekts ins Hamburger Netz auf.

Der Anlagenpark ist so konzipiert, dass der H2-Connector für die Versorgung im Verteilnetz HH-WIN den nötigen Betriebsdruck bereitstellt. So können Hamburgs Industrieunternehmen auf eine sichere Versorgung mit Wasserstoff bauen. Die Anlagen in Moorburg werden in der ersten Ausbaustufe so ausgelegt, dass sie stündlich bis zu 200.000 Normkubikmeter an Wasserstoffenergie ins Fernleitungsnetz exportieren oder bis zu 360.000 Normkubikmeter nach Hamburg importieren können. Diese Transportleistung entspricht dem Verbrauch von 4.500 beladenen 40-Tonner-Lkw mit Wasserstoffantrieb bei voller Fahrt. Die Baukosten für den HH-WIN H2-Connector belaufen sich – ohne die Verdichterstation, die noch in der Projektierungsphase ist – auf rund 22,6 Mio. €. Davon sind etwa 16,3 Mio. € über die IPCEI-Förderung (Important Projects of Common European Interest des HH-WIN Gesamtprojekts abgedeckt. Wenn die Industrie den Verbrauch von jährlich 6,4 TWh fossilem Erdgas über HH-WIN durch klimaneutralen Wasserstoff ersetzt, kann ab 2032 rechnerisch eine CO2-Einsparung von 1,4 Mio. t/Jahr erreicht werden.

 

(Quelle: Hamburger Energienetze/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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