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MTU: Neuer Gasmotor für Schiffe

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Autor: Redaktion

MTU: Neuer Gasmotor für Schiffe

Zukünftige Emissionsvorschriften erfordern noch umweltfreundlichere Antriebstechnik als bisher. Beim Gasmotor sind die gesundheitsschädlichen Abgasbestandteile um 80 – 100 % gegenüber dem Dieselmotor reduziert, Treibhausgase um bis zu 11 %. Der neue MTU-Gasmotor wird die seit 2016 gültigen IMO-III-Abgasnormen ohne zusätzliche Abgasnachbehandlung einhalten.
Der 16-Zylinder-Gasmotor wird einen Leistungsbereich von 1.500 bis 2.000 KW abdecken und basiert auf dem bewährten MTU-Dieselmotor 16V 4000 M63 für Arbeitsschiffe. Ab Ende 2017 treiben die ersten Vorserienmotoren einen von Damen Shipyards gebauten Schlepper der Reederei Svitzer an. Die beiden Unternehmen haben sich mit MTU zusammengeschlossen, um gemeinsam den weltweit ersten Schlepper mit schnelllaufenden Gasmotoren in Betrieb zu nehmen. Er soll sich durch hohe Leistung bei gleichzeitiger Senkung von Kraftstoffkosten und Emissionen auszeichnen.
Die Gasmotoren sind aufgrund ihres dynamischen Beschleunigungsverhaltens, ihrer Umweltfreundlichkeit, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit ganz besonders für Schleppschiffe, Fähren, Schubboote und Sonderschiffe wie Forschungsboote geeignet. Das Gasmotoren-Portfolio wird zunächst durch einen 8-Zylinder-Motor weiter ergänzt, der in einem Leistungsbereich von 750 bis 1.000 Kilowatt auf den Markt kommen soll. Ab 2019 wird dieser MTU-Gasmotor eine neue Bodenseefähre der Stadtwerke Konstanz antreiben, die zwischen den beiden Bodenseestädten Konstanz und Meersburg pendelt. Die neue Fähre wird eine der ersten in Europa sein, die von einem schnelllaufenden reinen Gasmotor angetrieben wird.
Die neuen MTU-Gasmotoren werden mit einer Multipoint (Mehrpunkt)-Gaseindüsung, einer dynamischen Motorsteuerung und einer weiterentwickelten Turboaufladung ausgestattet. Die Multipoint-Gaseindüsung sorgt für ein dynamisches Beschleunigungsvermögen, eine gesteigerte Leistung sowie eine Reduzierung der Emissionen. Das Verbrennungskonzept ermöglicht die Einhaltung der IMO-III-Abgasnormen ohne zusätzliche Abgasnachbehandlung. Die geregelte Verbrennung sorgt auch für einen effizienten Kraftstoffeinsatz. Das für den Gasbetrieb optimierte Sicherheitskonzept sieht eine doppelwandige Gaszufuhr vor, wodurch keine weiteren aufwändigen Sicherheitsvorkehrungen im Maschinenraum notwendig sind. Auf dem Prüfstand konnten bereits reale Fahrmanöver simuliert werden, die das dynamische Beschleunigungsverhalten entsprechend dem eines Dieselmotors darstellten. Die bereits erfolgreich absolvierten 3.000 Stunden auf dem Prüfstand zeigen, dass der Gasmotor dem bewährten MTU-Dieselmotor der Baureihe 4000 auch in puncto Zuverlässigkeit entspricht.   Kontakt:
Rolls-Royce Power Systems AG
www.rrpowersystems.com