Generic filters
FS Logoi

Wasserstoff aus Gülle und Mist – Tag der offenen Tür am Lefkeshof

on der Kuh in die Brennstoffzelle auf 200 m Radius. Die deutschlandweit einmalige Anlage zur Erzeugung von Wasserstoff aus Gülle und Mist am Lefkeshof trägt seit April das einzige gültige Zertifikat für grünen Wasserstoff als Treibstoff in ganz Deutschland. Das Projektteam lädt nun am 18. Juni als Teil der bundesweiten WOCHE DES WASSERSTOFFS zum Tag der offenen Tür ein.

von | 16.05.24

Biogasreformer zur Erzeugung von Wasserstoff aus Gülle und Mist am Lefkeshof der Familie Schleupen in Krefeld.

16. Mai 2024 | Von der Kuh in die Brennstoffzelle auf 200 m Radius. Die deutschlandweit einmalige Anlage zur Erzeugung von Wasserstoff aus Gülle und Mist am Lefkeshof trägt seit April das einzige gültige Zertifikat für grünen Wasserstoff als Treibstoff in ganz Deutschland. Das Projektteam lädt nun am 18. Juni als Teil der bundesweiten WOCHE DES WASSERSTOFFS zum Tag der offenen Tür ein.

Als Schirmherr dieser Veranstaltung und Keynote-Speaker wird auch Andreas Rimkus MdB, Wasserstoffbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion, an der Veranstaltung teilnehmen. Sich regionale und nachhaltige Milch oder frische Eier direkt vom Landwirt zu holen ist weit verbreitet, neuerdings gilt dies jedoch auch für den Hoffnungsträger der Energiewende – grünen Wasserstoff. Der Lefkeshof in Krefeld ist ein in sechster Generation von der Familie Schleupen geführter Milchviehbetrieb. Hier passiert seit 2023 etwas weltweit Einmaliges: Die 20 Jahre lang rein für die Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzte Biogasanlage kann jetzt auch Wasserstoff – dank einer neuartigen Reformertechnologie von BtX energy. Das Gemeinschaftsprojekt mit der RWTH Aachen wird seit 2022 unter dem Namen „BioH2Ref“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert und gilt als Vorzeigeprojekt des Förderprogrammes.
Regionale und klimafreundliche Technologie Wasserstoff aus Biogas gilt als Biokraftstoff und hat einen klaren Vorteil: Durch die Vermeidung von Methanemissionen aus Gülle oder Mist entsteht bei der Verwendung eine effektive Treibhausgas-Senke. Zertifiziert wurde der Wasserstoff in Krefeld im April mit ca. 250 % CO2-Minderung. Was zunächst unmöglich klingt, resultiert aus der Tatsache, dass wertvolles, aber auch klimaschädliches Methangas aus den Ausscheidungen der Tiere aufgefangen und sinnvoll genutzt wird. Das Ergebnis ist maximaler Klimaschutz bei vollständig regionaler Wertschöpfung.

Eine gemeinsame Erfolgsgeschichte

Die Zulassung von biogenem Wasserstoff als grünem Treibstoff erfolgte im Rahmen der Novellierung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes im Jahr 2021. In Folge zielführender Diskussionen zwischen Politik, Fachverband Biogas und StartUps wie der BtX sowie des engagierten Einsatzes der Fachpolitikerinnen und Fachpolitiker im Deutschen Bundestag konnte diese entscheidende Verbesserung erzielt werden. Die gesetzliche Einigung auf einen reinen Reststoffeinsatz klingt sinnvoll: Alles, was nicht verfüttert werden kann, darf in den Tank.

Die bundesweite WOCHE DES WASSERSTOFFS, das sind neun Tage Veranstaltungen rund um Wasserstoff, kostenfreie Einblicke in die ganze Bandbreite der Anwendungsmöglichkeiten von und mit Wasserstoff, Infos rund um Verkehr und Mobilität, um Erzeugung, Speicherung, Infrastruktur. Hier lädt auch das Projektkonsortium der Familie Schleupen, der RWTH Aachen und der BtX energy öffentlich ein, um das Projekt und seine Erfolge zu präsentieren. Schirmherr der WOCHE DES WASSERSTOFFS ist Bundestagsabgeordneter und Wasserstoffbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion Andreas Rimkus, der am Tag der offenen Tür die ca. 2-stündige Veranstaltung um 14 Uhr mit einer Keynote eröffnen wird. Der Platz auf dem Hof ist begrenzt – daher bitten die Veranstalter um vorherige Anmeldung.

Alle Infos zur Veranstaltung und den Link zur Anmeldung gibt es hier:

 

(Quelle. BtX/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer das neuste in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

EWI-Analyse zu Wasserstoffimporten
EWI-Analyse zu Wasserstoffimporten

Die Auswahl von Handelspartnern für grünen Wasserstoff und Ammoniak ist für die Versorgungssicherheit entscheidend. Dabei gehen gute wirtschaftliche, politische und soziale Rahmenbedingungen jedoch häufig mit höheren Importkosten einher.

mehr lesen
Schlüsselfertige All-in-One-Lösungen für die Energiewende
Schlüsselfertige All-in-One-Lösungen für die Energiewende

Das vor Ostern von der deutschen Bundesregierung beschlossene neue Klimaschutzprogramm 2026 stellt für die Reduzierung fossiler Energieimporte acht Milliarden Euro bis 2030 bereit. Insgesamt wird der Klimabilanz aktuell eine „Rückwärtsrolle“ attestiert. Dabei kommt dem Ausbau erneuerbarer Energien aus Wind und Sonne für die Generierung von grünem Wasserstoff definitiv die Rolle des „Motors“ für die Energiewende zu. Das seit 2020 für die stationäre Dekarbonisierung tätige Unternehmen H2 POWERCELL GmbH hat sich erfolgreich als Full-Service-Anbieter von Plug-&-Play-Wasserstoff-Produktions- und Speichersystemen sowie von Wasserstoff-Brennstoffzellen-Kraftwerken positioniert.

mehr lesen
MB Energy kann Importterminal für Ammoniak in Hamburg bauen
MB Energy kann Importterminal für Ammoniak in Hamburg bauen

MB Energy hat von der Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) die Genehmigung für den Bau und Betrieb eines neuen Ammoniak-Importterminals erhalten. Vorbehaltlich der finalen Investitionsentscheidung soll die Anlage auf dem Gelände des Tanklagers Blumensand im Hamburger Hafen entstehen. Das geplante Terminal soll Deutschlands erster groß angelegter Ammoniak-Import-Hub werden und eine zentrale Rolle bei der Sicherung der zukünftigen Energieversorgung sowie der laufenden Transformation der Wirtschaft spielen.

mehr lesen
INES startet MAHS 2026
INES startet MAHS 2026

Mit dem Start der MAHS 2026 erhebt INES erneut den konkreten Bedarf an Wasserstoffspeicherkapazitäten in Deutschland. Unternehmen können ihre Anforderungen direkt einbringen und damit aktiv zur Entwicklung eines bedarfsgerechten und wettbewerblichen Wasserstoffspeichermarktes beitragen. Die Ergebnisse liefern eine zentrale Grundlage für Investitionsentscheidungen und die Ausgestaltung des Markt- und Regulierungsrahmens.

mehr lesen
Interview mit Prof. Dr.-Ing. Hartmut Krause, TU Bergakademie Freiberg und Cornelia Müller-Pagel, Grüne Gase bei der VNG AG
Interview mit Prof. Dr.-Ing. Hartmut Krause, TU Bergakademie Freiberg und Cornelia Müller-Pagel, Grüne Gase bei der VNG AG

Im Gespräch erläutern Prof. Dr.-Ing. Hartmut Krause, Geschäftsführer der DBI-Gruppe im Ressort Wissenschaft & Bildung sowie Professor
an der TU Bergakademie Freiberg, zusammen mit Cornelia Müller-Pagel, Sprecherin des Konsortiums Energiepark Bad Lauchstädt
und Leiterin Grüne Gase bei der VNG AG, warum das Projekt weit mehr ist als ein Demonstrator – und welche Lehren sich daraus für
den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft ziehen lassen.

mehr lesen
Stapel Probeabo Gas

Sie möchten unser Magazin testen?

Bestellen Sie das kostenlose Probeheft!

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Gas + Energie kostenlos und unverbindlich zur Probe!