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Energietage 2022 mit Appell für verantwortungsvollen Diskurs in Zeiten der Energiekrise eröffnet

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Autor: Elisabeth Terplan

Energietage 2022 mit Appell für verantwortungsvollen Diskurs in Zeiten der Energiekrise eröffnet

In seiner Eröffnungsrede appellierte Jürgen Pöschk, Initiator und Hauptveranstalter der Energietage, für einen lösungsorientierten und verantwortungsvollen Diskurs in Zusammenhang mit der aktuellen Energiekrise. „Wir sollten uns nicht von alten ideologischen Leitplanken eingrenzen lassen. Gesinnungsethische Ansätze, die darauf abzielen, seinen ethischen und ideologischen Grundsätzen treu zu bleiben, sind in der aktuellen Krise unbrauchbar“, so Pöschk.

Pöschk mahnte außerdem an, dass bei der Bewältigung der Energiekrise die Klimakrise nicht in den Hintergrund rücken dürfe. „Denn eines dürfte klar sein: die Entscheidung, ob und wann Klimaneutralität erreichbar sein wird, fällt jetzt.“, so Pöschk weiter.

Die Dringlichkeit dieser Entscheidung unterstrich auch der Klimawissenschaftler Prof. Stefan Rahmstorf vom PIK Potsdam Institut für Klimafolgenforschung e.V. in seinem anschließenden Statement. “Das vergangene Jahrzehnt war höchstwahrscheinlich das wärmste seit mindestens 20.000 Jahren”, so Rahmstorf. Dabei unterstrich der Klimawissenschaftler aber auch: “Aus physikalischer Sicht lässt sich die 1,5 Grad-Grenze noch halten.”

Die Energietage, zu denen mehr als 33.000 Anmeldungen vorliegen, finden digital (Montag, Dienstag, Freitag) sowie vor Ort in Berlin (Mittwoch und Donnerstag) statt. Das umfangreiche Kongressprogramm umfasst mehr als 130 Veranstaltungen.

Am Mittwoch wird der für Energiefragen verantwortliche Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Dr. Patrick Graichen und am Donnerstag Bundesbauministerin Klara Geywitz auf den Energietagen erwartet.

(Quelle: Energietage/2022)