Generic filters
FS Logoi

Erfolgreiche gwf-Fachtagung „Energiespeicher & Sektorenkopplung”

Am 27.09.2018 fand in Essen zum ersten Mal die gwf-Fachtagung „Energiespeicher & Sektorenkopplung“ statt. Die Veranstaltung ging den Zukunftsfragen auf den Grund und zeigte sektorübergreifende Lösungen auf. Power-to-X-Technologien, die Bedeutung grüner Gase im Verbund und Fragen der Wasserstoffproduktion und -speicherung wurden diskutiert. Erlöspotenziale gewerblicher Elektromobilität wurden dargelegt, Leuchtturmprojekte aus Quartiersmanagement und Wärmemarkt vorgestellt. Veranstalter der Tagung war die Fachzeitschrift gwf Gas + Energie.

von | 15.10.18

Zu Beginn der Tagung führte Christopher Voglstätter vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme in die Motivation für Power-to-X ein und gab einen Überblick über die Technologien und deren Einsatzmöglichkeiten. Schwerpunkt in diesem Vortrag waren die Sektoren Wärme, Mobilität und Strom.
Themenblock Sektorenkopplung
Prof. Dr.-Ing. Markus Zdrallek von der Bergischen Universität Wuppertal legte in seinem Vortrag dar, warum das Energiesystem der Zukunft sowohl aus Strom wie auch Gas bestehen muss: Nur Strom kann man in großem Stil regenerativ erzeugen, nur im Gassystem (oder mindestens in chemischer Form) ist eine saisonale Speicherung in ernsthaften Mengen möglich.
Anschließend berichtete René Schoof von der Uniper Energy Storage GmbH in seinem Vortrag über den aktuellen Stand von Power-to-Gas bei Uniper und gab einen Überblick über die Nutzung der PtG-Technologie für die Sektorenkopplung im Rahmen der Energiewende. Weiterhin ging er auf den erreichten technischen Stand und auf die Hemmnisse für eine erfolgreiche Markteinführung ein.
Mihail Ketov von der RWTH Aachen befasste sich in seinem Vortrag mit den Erlöspotenzialen gewerblicher Elektromobilität. Er gab einen Überblick über die verfügbaren Freiheitsgrade und Markteintrittsbarrieren der gewerblich genutzten Elektrofahrzeuge und bewertete anschließend das Erlöspotenzial für ein exemplarisches Fahrzeugportfolio.
Themenblock Speichertechnologie
In dem folgenden Vortrag von Timo Bovi von der GP Joule GmbH ging es um das Thema Wasserstoff. Es wurde aufgezeigt, weshalb Wasserstoff ein Schlüsselelement für die Sektorenkopplung darstellt.
Themenblock Quartiersmanagement & Wärmemarkt
Die RheinEnergie AG setzt an insgesamt vier Standorten auf die gleichzeitige Gewinnung von Strom und Wärme in einer Anlage – die Kraft-Wärme-Kopplung. Vorgestellt wurden diese und weitere Aktivitäten im Bereich Sektorenkopplung im Vortrag von Peter Neuhaus von der RheinEnergie AG.
In Dortmund wird seit 2015 an einer neuen Lösung für die Wärmewende gearbeitet. Im Grundsatz soll Abwärme als vernetzendes Element im „Innovativen Quartiersverbundsystem“ genutzt werden. In einem Leuchtturmquartier sollen maßgeschneiderte Lösungen mit E-Mobilität, Photovoltaik, Batteriespeicher und Digitalen Netzen entwickelt werden. Zudem ist die Konzeption eines Showrooms zur Demonstration der Energiewende und des intelligenten Verteilnetzes in Dortmund in Planung. Peter Flosbach von der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH berichtete in seinem Vortrag über diese Projekte.
Podiumsdiskussion „Innovation durch Wettbewerb?!“
Zum Abschluss der Tagung fand eine Podiumsdiskussion zu dem Thema „Innovation durch Wettbewerb?!“ statt, die von Franz Lamprecht von der EW Medien und Kongresse GmbH moderiert wurde. Folgende Vertreter der Energiebranche nahmen an der Diskussion teil:
• Peter Flosbach, Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21)
• Jürgen Fuhlrott, Open Grid Europe GmbH
• Christoph Jugel, Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
• Peter Neuhaus, RheinEnergie AG
• René Schoof, Uniper Energy Storage GmbH
• Dr. Gerrit Volk, Bundesnetzagentur
Positive Bilanz
Am Ende der Tagung zogen die Veranstalter eine positive Bilanz. „Die Themen Energiespeicherung und Sektorenkopplung spielen für das Energiesystem der Zukunft eine bedeutende Rolle“, betonte Stephan Schalm, Spartenleiter „Gas + Energie“ bei der Vulkan-Verlag GmbH. „Dies wurde auch im Rahmen unserer Tagung deutlich. Das gwf Gas + Energie wird sich daher weiterhin intensiv mit diesen Themen auseinandersetzen.“

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer das neuste in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

EWI-Analyse zu Wasserstoffimporten
EWI-Analyse zu Wasserstoffimporten

Die Auswahl von Handelspartnern für grünen Wasserstoff und Ammoniak ist für die Versorgungssicherheit entscheidend. Dabei gehen gute wirtschaftliche, politische und soziale Rahmenbedingungen jedoch häufig mit höheren Importkosten einher.

mehr lesen
Schlüsselfertige All-in-One-Lösungen für die Energiewende
Schlüsselfertige All-in-One-Lösungen für die Energiewende

Das vor Ostern von der deutschen Bundesregierung beschlossene neue Klimaschutzprogramm 2026 stellt für die Reduzierung fossiler Energieimporte acht Milliarden Euro bis 2030 bereit. Insgesamt wird der Klimabilanz aktuell eine „Rückwärtsrolle“ attestiert. Dabei kommt dem Ausbau erneuerbarer Energien aus Wind und Sonne für die Generierung von grünem Wasserstoff definitiv die Rolle des „Motors“ für die Energiewende zu. Das seit 2020 für die stationäre Dekarbonisierung tätige Unternehmen H2 POWERCELL GmbH hat sich erfolgreich als Full-Service-Anbieter von Plug-&-Play-Wasserstoff-Produktions- und Speichersystemen sowie von Wasserstoff-Brennstoffzellen-Kraftwerken positioniert.

mehr lesen
MB Energy kann Importterminal für Ammoniak in Hamburg bauen
MB Energy kann Importterminal für Ammoniak in Hamburg bauen

MB Energy hat von der Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) die Genehmigung für den Bau und Betrieb eines neuen Ammoniak-Importterminals erhalten. Vorbehaltlich der finalen Investitionsentscheidung soll die Anlage auf dem Gelände des Tanklagers Blumensand im Hamburger Hafen entstehen. Das geplante Terminal soll Deutschlands erster groß angelegter Ammoniak-Import-Hub werden und eine zentrale Rolle bei der Sicherung der zukünftigen Energieversorgung sowie der laufenden Transformation der Wirtschaft spielen.

mehr lesen
INES startet MAHS 2026
INES startet MAHS 2026

Mit dem Start der MAHS 2026 erhebt INES erneut den konkreten Bedarf an Wasserstoffspeicherkapazitäten in Deutschland. Unternehmen können ihre Anforderungen direkt einbringen und damit aktiv zur Entwicklung eines bedarfsgerechten und wettbewerblichen Wasserstoffspeichermarktes beitragen. Die Ergebnisse liefern eine zentrale Grundlage für Investitionsentscheidungen und die Ausgestaltung des Markt- und Regulierungsrahmens.

mehr lesen
Interview mit Prof. Dr.-Ing. Hartmut Krause, TU Bergakademie Freiberg und Cornelia Müller-Pagel, Grüne Gase bei der VNG AG
Interview mit Prof. Dr.-Ing. Hartmut Krause, TU Bergakademie Freiberg und Cornelia Müller-Pagel, Grüne Gase bei der VNG AG

Im Gespräch erläutern Prof. Dr.-Ing. Hartmut Krause, Geschäftsführer der DBI-Gruppe im Ressort Wissenschaft & Bildung sowie Professor
an der TU Bergakademie Freiberg, zusammen mit Cornelia Müller-Pagel, Sprecherin des Konsortiums Energiepark Bad Lauchstädt
und Leiterin Grüne Gase bei der VNG AG, warum das Projekt weit mehr ist als ein Demonstrator – und welche Lehren sich daraus für
den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft ziehen lassen.

mehr lesen
Stapel Probeabo Gas

Sie möchten unser Magazin testen?

Bestellen Sie das kostenlose Probeheft!

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Gas + Energie kostenlos und unverbindlich zur Probe!