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Stadtwerke Karlsruhe und EnBW wollen „intelligente Messsysteme“ voranbringen

Die Stadtwerke Karlsruhe und die EnBW Energie Baden-Württemberg AG wollen bei der Erprobung neuartiger, intelligenter Messsysteme (Smart Meter) künftig intensiv zusammenarbeiten. Für Herbst ist ein Feldtest im Stadtgebiet Karlsruhe geplant.

von | 03.05.14

Die Stadtwerke Karlsruhe und die EnBW Energie Baden-Württemberg AG wollen bei der Erprobung neuartiger, intelligenter Messsysteme (Smart Meter) künftig intensiv zusammenarbeiten. Für Herbst ist ein Feldtest im Stadtgebiet Karlsruhe geplant. Nach dessen Abschluss und Auswertung im 2. Halbjahr 2015 soll die Massentauglichkeit der neuen und angepassten Systeme und Prozesse in einem größeren Pilotversuch getestet werden.

Bereits seit mehreren Jahren testen die Stadtwerke Karlsruhe in dem so genannten „Spinoza“-Projekt gemeinsam mit über 200 Kunden neue elektronische Zähler und das Interesse der Kunden an den ermittelten Daten. Die EnBW erprobt als erster Energieversorger komplette, intelligente Messsysteme. Die dabei gesammelten Erfahrungen sollen jetzt in einem größeren Feldtest auch im Netzgebiet Karlsruhe eingebracht werden. Neben der Sparte Strom wollen die beiden Versorgungsunternehmen dabei außerdem Gas, Wasser und Wärme abdecken. Für die Karlsruher besteht so die Möglichkeit, das Zusammenwirken der Messsysteme mit der bestehenden EDV zu erproben. Gleichzeitig erwarten sie wichtige Erkenntnisse darüber, ob und wie ihre EDV weiterzuentwickeln ist. Große Bedeutung hat vor diesem Hintergrund auch die Frage, ob sich die Funktechnik CDMA (Code Division Multiple Access) sowie das bestehende Glasfasernetz der Stadtwerke Karlsruhe zur zuverlässigen Übertragung der Daten von den Messsystemen bei den Endkunden eignet.

Die Stadtwerke Karlsruhe und die EnBW sehen sich als Treiber und Mitgestalter bei der Umsetzung der neuen, vom Gesetzgeber festgesetzten Rahmenbedingungen für Smart Metering. Festgeschrieben sind diese vor allem durch das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) in Verbindung mit dem Schutzprofil des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Bei der Netze BW, der für das Verteilnetz und knapp 3 Mio. Stromzähler verantwortlichen EnBW-Tochter, schätzt man den gesetzlich vorgegebenen Bedarf bis 2020 auf etwa 700.000 Messsysteme. Für deren Geschäftsführer Dr. Christoph Müller ist die Kooperation mit den Stadtwerken Karlsruhe „ein wichtiger Schritt, um die erarbeiteten Lösungen gemeinsam mit einem Partner zu erproben und weiterzuentwickeln. Ganz bewusst setzen wir dabei auf die Zusammenarbeit mit einem gut aufgestellten Stadtwerk, das neben Strom und Gas auch Wasser und Wärme in seinem Netzgebiet verantwortet und somit einen anderen Blickwinkel ins Projekt einbringt.“

Dr. Karl Roth, Geschäftsführer der Stadtwerke Karlsruhe, geht in einem ersten Schritt von etwa 30.000 zu installierenden Messsystemen in Karlsruhe aus. „Die sich abzeichnenden technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen und auch die großen Chancen, die durch diese Entwicklung abzusehen sind, möchten wir gezielt im Verbund mit einem kompetenten Partner angehen“.

Zur Kooperation gehören außerdem auf Seiten der EnBW die durch Jochen Adenau vertretene EnBW Operations GmbH und die Netzservice-Gesellschaft der Stadtwerke Karlsruhe mit Geschäftsführer Dr. Michael Becker.

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