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Siemens H-Klasse-Gasturbinenreihe erreicht 100.000 Betriebsstunden

Die Flotte der Siemens Weltrekord-Gasturbine der H-Klasse hat bereits Ende September 2014 in Summe 100.000 äquivalente Betriebsstunden erreicht. Bislang hat Siemens weltweit 40 H-Klasse-Gasturbinen verkauft.

von | 11.11.14

Das Bild zeigt den Rotor einer SGT5-8000H Gasturbine im Siemens Gasturbinenwerk Berlin. The picture shows the Siemens gas turbine SGT5-8000H during assembly in the Siemens gas turbine manufacturing facility in Berlin, Germany.

Die Flotte der Siemens Weltrekord-Gasturbine der H-Klasse hat bereits Ende September 2014 in Summe 100.000 äquivalente Betriebsstunden erreicht. Bislang hat Siemens weltweit 40 H-Klasse-Gasturbinen verkauft. Elf Maschinen befinden sich erfolgreich im kommerziellen Betrieb bei hoher Startzuverlässigkeit und Verfügbarkeit. Damit ist sie die erfolgreichste Gasturbine dieser Effizienzklasse auf dem Weltmarkt.

Bereits 2011 wurde im Gas- und Dampfturbinen (GuD)-Kraftwerk in Irsching, Deutschland, ein Netto-Wirkungsgrad von 60,75 % demonstriert. Auch mit der 60-Hertz-Version wurden Effizienzwerte über 60 % nachgewiesen, beispielsweise in den südkoreanischen GuD-Anlagen Dangjin 3 und Andong. Die 50-Hz-Version, SGT5-8000H, wird mit einer Leistung von 400 MW im reinen Gasturbinen- und 600 MW im GuD-Betrieb vermarktet; die 60-Hz-Version wird mit 286 MW im Gasturbinen- und mit 430 MW im GuD-Betrieb angeboten.

Die SGT-8000H-Serie baut auf den bewährten Siemens F- und G-Klasse-Turbinenreihen auf, die zusammen über 25,9 Mio. Betriebsstunden erreicht haben. Der Erfolg dieser Gasturbinenreihe beruht auf jahrelanger Entwicklungsarbeit mit hohem F&E-Aufwand, auf sorgfältigen Tests der Einzelkomponenten und -systeme sowie auf der langen und sorgfältigen Validierung der Maschine. Die Baureihe wurde nicht nur im Testfeld in Berlin sondern auch unter realen Kraftwerksbedingungen, d. h. unter Volllastbetrieb und gleichzeitiger Einspeisung des erzeugten Stroms in das Netz mit direktem Netzanschluss getestet. Der Testbetrieb erfolgte zuerst im reinen Gasturbinenbetrieb und wurde dann im kombinierten Gas- und Dampfturbinenbetrieb abgeschlossen.

Die rein luftgekühlten Maschinen ermöglichen nicht nur bisher unerreichte Wirkungsgrade, sondern auch größtmögliche Betriebsflexibilität mit kurzen Anfahrzeiten sowie schnellen Lastwechseln. Darüber hinaus zeichnen sie sich durch niedrige Emissionen im Grund- und Teillastbetrieb aus.

Durch die Weiterentwicklung des gesamten Antriebsstrangs und die Optimierung des Wasser-Dampf-Kreislaufs, die Weiterentwicklung der restlichen Kraftwerkskomponenten im Sinne einer vollintegrierten Gesamtlösung sind künftig Wirkungsgrade von über 61 Prozent möglich. Dabei wird die Betriebsflexibilität durch das optimale Zusammenspiel der einzelnen Kraftwerkskomponenten in einer SGT-8000H-Kraftwerkslösung noch weiter erhöht.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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