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Linde nimmt erste Anlage zur Extraktion von Wasserstoff aus Erdgaspipelines in Betrieb

Linde Engineering hat in Dormagen die weltweit erste Real-Scale Demoanlage offiziell in Betrieb genommen, um zu zeigen, wie sich Wasserstoff mittels der HISELECT® powered by Evonik Membrantechnologie in industriellem Maßstab aus Erdgasströmen extrahieren lässt. Das Verfahren ist ein Schlüsselfaktor für Szenarien, in denen Wasserstoff zu Erdgas zugespeist und über das Leitungsnetz transportiert wird. Das Mischgas […]

von | 21.01.22

Linde Engineering hat in Dormagen die weltweit erste Real-Scale Demoanlage offiziell in Betrieb genommen, um zu zeigen, wie sich Wasserstoff mittels der HISELECT® powered by Evonik Membrantechnologie in industriellem Maßstab aus Erdgasströmen extrahieren lässt.

Das Verfahren ist ein Schlüsselfaktor für Szenarien, in denen Wasserstoff zu Erdgas zugespeist und über das Leitungsnetz transportiert wird. Das Mischgas kann typischerweise einen Wasserstoffanteil zwischen 5 und 60 %  aufweisen. Die Membrantechnologie kommt am Ort des Verbrauchers zum Einsatz, um dem Mischgasstrom den Wasserstoff wieder zu entziehen. Der dabei wiedergewonnene Wasserstoff hat eine Konzentration von bis zu 90 %. Bei einer Weiterverarbeitung mittels Druckwechsel-Adsorptionstechnologie von Linde Engineering kann eine Reinheit von bis zu 99,9999 % erreicht werden.

Die Membrantechnologie spielt beim Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur weltweit eine entscheidende Rolle. Beispielsweise arbeiten in Europa elf Übertragungsnetzbetreiber am Aufbau des European Hydrogen Backbone. Ihr Ziel ist der Auf- und Ausbau eines dedizierten Wasserstoffnetzes, das weitgehend auf der Überarbeitung der bestehenden Erdgasinfrastruktur basiert. HISELECT® weist hierbei entscheidende Vorteile auf, welche den effizienten Transport von Wasserstoff zu den Verbrauchern zur Verwendung als Industrie-Rohstoff, als Wärme- und Stromquelle oder als Transportkraftstoff ermöglichen.

Über Linde HISELECT® powered by Evonik Membrantechnologie

Die Hochleistungs-Membraneinheit basiert auf einem von Evonik entwickelten robusten Polymer. Es besteht aus hochselektiven Hohlfasern, die den Wasserstoff im gemischten Erdgasstrom effizient von den Hauptbestandteilen Methan und komplexeren Kohlenwasserstoffen trennen. Das Membranmaterial ist besonders geeignet, da es der Vielzahl weiterer Stoffe im Erdgas widersteht, die das Trennverhalten von Membranen negativ beeinflussen können.

(Quelle: Linde/2022)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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