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HTWK Leipzig, VNG und Sedenius Engineering erhalten renommierten Gaswirtschafts-Preis

Der Preis der deutschen Gaswirtschaft für Innovation & Klimaschutz in der Kategorie Wissenschaft geht im Jahr 2014 an die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig). Bei der Preisverleihung in Berlin wurde das HTWK-Forschungsprojekt „EDEV - Energiesparendes Dezentrales Energie-Versorgungssystem“ ausgezeichnet, das auf dezentrale Energie- und Wärmeversorgung mittels Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) auf Erdgasbasis setzt.

von | 11.12.14

Der Preis der deutschen Gaswirtschaft für Innovation & Klimaschutz in der Kategorie Wissenschaft geht im Jahr 2014 an die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig). Bei der Preisverleihung in Berlin wurde das HTWK-Forschungsprojekt „EDEV – Energiesparendes Dezentrales Energie-Versorgungssystem“ ausgezeichnet, das auf dezentrale Energie- und Wärmeversorgung mittels Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) auf Erdgasbasis setzt. Das Konzept wird in Leipzig von einem Forscherteam der Fakultät Maschinenbau und Energietechnik wissenschaftlich betreut. Praxispartner sind der Leipziger Energieversorger VNG – Verbundnetz Gas AG (VNG) und der IT-Spezialist Sedenius Engineering.

Herzstück des Forschungsprojektes ist ein Energiemanager, der den unterschiedlichen Strom und Wärmebedarf im Haus je nach Tages- oder Jahreszeit mit einem intelligenten Regelalgorithmus steuert. Der Manager bestimmt dabei aus historischen Strom- und Wärmeverbrauchsdaten und aktuellen Wetterprognosen den optimalen „Fahrplan“ für das gesamte System.

VNG unterstützt die HTWK als Projektpartner bei der praktischen Realisierung und übernimmt die Koordination mit den Unternehmen, die die KWK-Anlagen bauen und vertreiben. Durch die intelligente Regelung des Systems lassen sich die Energiekosten und der CO2-Ausstoß deutlich senken. Nach Berechnungen der Wissenschaftler liegt die Kostenersparnis gegenüber einer erdgasbetriebenen Gastherme bei bis zu 2000 Euro pro Jahr (Objekt:Wärmebedarf 30.000 kWh, Strombedarf 6.000kWh). Der CO2-Ausstoß verringert sich von 11t/a um 40 % auf 7 t/a pro Jahr. Die Einsparungen werden vor allem durch die höhere Eigenstromnutzung erreicht, die durch den Stromspeicher und die vernetzte Photovoltaik-Anlage möglich wird.

Die Idee für das EDEV-Projekt entstand ursprünglich bei VNG, die sich seit vielen Jahren für die Entwicklung und Einführung neuer erdgasbetriebener Technologien und Lösungen engagiert, unter anderen in Feldtests wie Callux oder enefield. Nachdem die Forscher der HTWK in den Jahren 2012 und 2013 die wissenschaftlichen Grundlagen für das Projekt gelegt haben, ging im Herbst 2013 im Rahmen eines ersten Pilotprojekts eine EDEV- Demonstrationsanlage im Norden von Leipzig in Betrieb. Seither werden dort kontinuierlich die Energieverbräuche sowie die Energieerzeugungswerte aufgezeichnet. Perspektivisch wollen die HTWK-Forscher das EDEV-Projekt in ein marktreifes Produkt überführen. Zunächst soll es für Ein- und Zweifamilienhäuser entwickelt werden, durch seinen modularen Aufbau kann es zukünftig aber auch für energieintensive Unternehmen oder andere Gebäudestrukturen eingesetzt werden.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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