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Deutsche Gasspeicher erreichen 70-Prozent-Ziel früher als geplant

Die deutschen Gasspeicher haben bereits Ende August einen durchschnittlichen Füllstand von über 70 Prozent erreicht und damit das für November angestrebte Ziel zwei Monate vorzeitig erfüllt. Mit einer Vermarktungsquote von über 80 Prozent der Speicherkapazitäten sieht sich die Gaswirtschaft gut für die kommende Heizperiode gerüstet. Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft führt dies auf das erfolgreiche Zusammenspiel von LNG-Infrastruktur, internationalen Handelspartnerschaften und kontinuierlicher Speicherbefüllung zurück.

von | 08.09.25

Urheber: Swen Gottschall/DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT
Urheber: Swen Gottschall/DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT
Gasspeicher

Die deutschen Gasspeicher haben zum 31. August die 70-Prozent-Marke überschritten und damit bereits jetzt eine wichtige Etappe für die Versorgungssicherheit im Winter 2025/26 erreicht. Das teilte der Branchenverband Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft am 1. September mit. Viele Speicher seien bereits zu über 80 Prozent gefüllt, auch das 45-Prozent-Ziel für bestimmte Porenspeicher sei erreichbar.

Vermarktungsquote unterstreicht Marktvertrauen

Zusätzlich zu den hohen Füllständen sind die Speicherkapazitäten zu über 80 Prozent vermarktet. Für Dr. Timm Kehler, Vorstand von Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft, unterstreichen diese Zahlen die Leistungsfähigkeit der deutschen Gasinfrastruktur: „Die hohen Speicherstände, unsere in den vergangenen Jahren aufgebaute LNG-Infrastruktur und die reibungslose Zusammenarbeit von Gashändlern im In- und Ausland geben uns Sicherheit für die bevorstehende Heizperiode.”

LNG-Terminals und Handelspartnerschaften als Erfolgsfaktoren

Maßgeblich zum Erfolg beigetragen haben laut dem Branchenverband langfristige Lieferverträge, das Zusammenspiel internationaler Partner sowie die kontinuierliche Speicherbefüllung durch Handelsunternehmen. Auch die stabilen Importe über die neue schwimmende LNG-Infrastruktur spielten eine wichtige Rolle. „Unsere Mitgliedsunternehmen sorgen durch ein funktionierendes Zusammenspiel von Markt und Infrastruktur dafür, dass das deutsche Gassystem auch unter schwierigen Rahmenbedingungen eine resiliente und verlässliche Stütze bleibt”, so Kehler weiter.

Die rechtlichen Grundlagen für die Speicherbefüllung regelt das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das seit 2022 verbindliche Mindestfüllstände vorschreibt. Die Bundesregierung hat diese Vorgaben im Mai 2025 mit einer Verordnung angepasst: Während Kavernenspeicher und wichtige Porenspeicher in Süddeutschland bis zum 1. November zu 80 Prozent gefüllt sein müssen, gilt für übrige Porenspeicher ein Zielwert von 45 Prozent – für einen durchschnittlichen Gesamtfüllstand von rund 70 Prozent.

(Quelle: Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft /2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Gas-Untergrundspeicher

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