Die deutschen Gasspeicher haben zum 31. August die 70-Prozent-Marke überschritten und damit bereits jetzt eine wichtige Etappe für die Versorgungssicherheit im Winter 2025/26 erreicht. Das teilte der Branchenverband Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft am 1. September mit. Viele Speicher seien bereits zu über 80 Prozent gefüllt, auch das 45-Prozent-Ziel für bestimmte Porenspeicher sei erreichbar.
Vermarktungsquote unterstreicht Marktvertrauen
Zusätzlich zu den hohen Füllständen sind die Speicherkapazitäten zu über 80 Prozent vermarktet. Für Dr. Timm Kehler, Vorstand von Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft, unterstreichen diese Zahlen die Leistungsfähigkeit der deutschen Gasinfrastruktur: „Die hohen Speicherstände, unsere in den vergangenen Jahren aufgebaute LNG-Infrastruktur und die reibungslose Zusammenarbeit von Gashändlern im In- und Ausland geben uns Sicherheit für die bevorstehende Heizperiode.”
LNG-Terminals und Handelspartnerschaften als Erfolgsfaktoren
Maßgeblich zum Erfolg beigetragen haben laut dem Branchenverband langfristige Lieferverträge, das Zusammenspiel internationaler Partner sowie die kontinuierliche Speicherbefüllung durch Handelsunternehmen. Auch die stabilen Importe über die neue schwimmende LNG-Infrastruktur spielten eine wichtige Rolle. „Unsere Mitgliedsunternehmen sorgen durch ein funktionierendes Zusammenspiel von Markt und Infrastruktur dafür, dass das deutsche Gassystem auch unter schwierigen Rahmenbedingungen eine resiliente und verlässliche Stütze bleibt”, so Kehler weiter.
Die rechtlichen Grundlagen für die Speicherbefüllung regelt das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das seit 2022 verbindliche Mindestfüllstände vorschreibt. Die Bundesregierung hat diese Vorgaben im Mai 2025 mit einer Verordnung angepasst: Während Kavernenspeicher und wichtige Porenspeicher in Süddeutschland bis zum 1. November zu 80 Prozent gefüllt sein müssen, gilt für übrige Porenspeicher ein Zielwert von 45 Prozent – für einen durchschnittlichen Gesamtfüllstand von rund 70 Prozent.







