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bayernets beteiligt sich mit “Hypipe Bavaria” IPCEI Wasserstoff des BMWi 

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Autor: Elisabeth Terplan

bayernets beteiligt sich mit “Hypipe Bavaria” IPCEI Wasserstoff des BMWi 
Verdichterstation Haiming | © bayernets GmbH
Der Münchner Fernleitungsnetzbetreiber bayernets GmbH unterstützt das Bestreben zum Hochlauf einer leistungsfähigen Wasserstoffindustrie in Europa. bayernets hat in Zusammenarbeit mit der Open Grid Europe GmbH (OGE) das Projektvorhaben HyPipe Bavaria mit dem Ziel entwickelt, durch die Nutzung bestehender Transportleitungen oder Leitungstrassen Wasserstoff-Quellen mit Bedarfsschwerpunkten in Bayern zu verbinden.

Auf diese Weise könnten in Zukunft große Mengen grünen Wasserstoffs im Raum Ingolstadt und Burghausen zur Verfügung stehen. Eine entsprechende Projektskizze wurde von der bayernets GmbH und der OGE im Rahmen des Interessenbekundungsverfahrens für die Förderung im Bereich IPCEI (IPCEI = Important Project of Common European Interest) Wasserstoff des Bundeswirtschaftsministeriums eingereicht.

Der Ausgangspunkt für das mögliche Projekt HyPipe Bavaria ist die Deckung des Wasserstoff-bedarfs in Deutschland und Europa durch Importmöglichkeiten für grünen Wasserstoff auf dem Schiffsweg. Das Projektvorhaben HyPipe Bavaria wird damit das paneuropäische IPCEI-Projekt „Green Hydrogen @ Blue Danube“ und weitere bayerische IPCEI-Projekte in Burghausen und Ingolstadt befördern. Dazu könnten mittelfristig bestehende Gasleitungen auf Wasserstoffnutzung umgestellt und neue Leitungsinfrastrukturen geschaffen werden. Ziel des Projektvorhabens HyPipe Bavaria ist es, den Wandel von der Verwendung fossiler Energieträger hin zu der industriellen Nutzung von Wasserstoff zu unterstützen. Mit HyPipe Bavaria könnte bereits in naher Zukunft mit dem Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur in Bayern begonnen werden.

Das Vorhaben sieht einerseits vor, ein leistungsfähiges Wasserstoffnetz zu schaffen, um die im Rahmen des IPCEI-Projekts „Green Hydrogen @ Blue Danube“ in Regensburg zu entwickelnden Anlandeterminals für grünen Wasserstoff an die zukünftigen Verbrauchszentren im Raum Ingolstadt anzubinden. Zum anderen könnte der Industriestandort Burghausen/Burgkirchen im Südosten Bayerns über den Grenzübergangspunkt Überackern an das österreichische Wasserstoffnetz angebunden werden, welches von Gas Connect Austria GmbH (GCA) gemäß ihrer Interessensbekundung im österreichischen IPCEI-Prozess geplant wird. Überackern/Burghausen ist bereits ein etablierter Grenzübergangspunkt im europäischen Fernleitungsnetz. Die in HyPipe Bavaria vorgesehene Errichtung einer Wasserstoffleitung würde die Möglichkeit eröffnen, Überackern/Burghausen parallel zu bestehenden Leitungstrassen mit dem Netzknoten in Haiming zu verbinden. Die Wasserstoffversorgung im Raum Burghausen/Burgkirchen könnte dann vom Netzknotenpunkt in Haiming durch Nutzung bestehender Gasleitungen erfolgen. Diese würden auch zum Anschluss weiterer Industriekunden diskriminierungsfrei zur Verfügung stehen.

Mit einer Netzlänge von rund 1.660 km und einem durchschnittlichen Leitungsdurchmesser von DN 550 gehört bayernets zu den großen Fernleitungsnetzbetreibern in Deutschland.

(Quelle: bayernets)